LHStv. Haberlander: „Die Impfung ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Normalität“

Bricht eine Lanze für die Corona-Impfung: LHStv. Christine Haberlander Foto: Land OÖ./Denise Stinglmayr
Deutliche Worte findet die oö. Gesundheitsreferentin LHStv. Christine Haberlander zur Impfung gegen das Corona-Virus: Diese sei ein wesentlicher Schritt in Richtung Normalität sagt sie im Interview mit dem GUUTE Mühlviertel Magazin. Die Fragen stellte Bernhard Haudum.

Mit der Impfung steht seit kurzer Zeit ein wirksames Mittel gegen Covid19 zur Verfügung. Warum empfehlen Sie, sich impfen zu lassen?

Haberlander: Die Impfung ist entscheidend – sie schafft den Weg aus dem zermürbenden Kreislauf von Öffnung und Lockdown. Noch stehen wir am Anfang dieses Weges. Noch haben wir schwere Monate vor uns. Aber je schneller wir mit der Impfung sind, desto schneller werden wir in unser gewohntes Leben zurückkehren können.

Was sagen Sie den Skeptikern, die der Corona-Impfung kritisch gegenüber stehen?

Haberlander: Die Menschen sehnen sich nach Normalität. Die Menschen sehnen sich nach Gemeinschaft und ihrem gewohnten Leben. Die Impfung ist der Weg dazu. Natürlich ist eine detaillierte Information durch geschultes Personal und auf verschiedenen Kommunikationswegen der Schlüssel, um möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Die geplante Impfkampagne des Bundes wird hier auch noch einiges bewegen.

Ab wann bzw. wie wird sich die Impfung auf das oö. Gesundheitssystem auswirken?

Haberlander: Jede Impfung mehr bedeutet einen weiteren Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Bis jedoch die breite Bevölkerungsschicht die Möglichkeit zur Impfung hat und damit gegen das Virus geschützt ist, ist weiterhin das oberste Ziel, das Gesundheitssystem und unsere Liebsten zu schützen. Deshalb ist es trotz Impfstart wichtig, die bekannten Maßnahmen wie Mund-Nasenschutz Tragen, Abstand halten und auf die Handhygiene achten, einzuhalten.

Die Impfung könnte ein wichtiger Schritt hin zu einer Normalisierung der Situation sein. Wann werden wir Ihrer Ansicht nach wieder ohne größere Einschränkungen leben können?

Haberlander: Sie wissen, dass wir in Oberösterreich ein Ziel verfolgen. Die beste Gesundheitsversorgung für die Menschen im Land. Zurzeit bedeutet das vor allem: Jene schützen, die unser Land aufgebaut haben – und die sich jetzt zurecht auf unsere Unterstützung verlassen wollen. Und es bedeutet nach wie vor: Gemeinsam alles zu unternehmen, um die Gesundheitsversorgung zu sichern. Die Impfung ist ein wesentlicher Schritt hin zur „Normalität“. Erst wenn ausreichend Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher gegen Corona geimpft sind, wird eine Art Normalisierung einkehren. Wir wünschen uns alle, dass dieser Zeitpunkt so rasch wie möglich kommt.

Eine persönliche Frage: Wie haben Sie die letzten Monate erlebt und was nehmen Sie für Ihre politische Zukunft aus der Pandemie mit?

Haberlander: Die vergangenen Monate haben mich in meiner Funktion als Gesundheits- und Bildungsreferentin sehr gefordert. Mein größter Wunsch war und ist, wie bei vielen anderen, jener nach Normalität. Wir haben gesehen, egal welches Alter, welche Herkunft oder welches Geschlecht: Corona macht vor niemandem halt, nur gemeinsam lässt sich das Virus eindämmen. Gemeinsam heißt, sich und seine Mitmenschen zu schützen, die bekannten Maßnahmen einzuhalten und sich sobald als möglich impfen zu lassen. Ich nehme mir vor allem mit, dass ohne Gesundheit nahezu alles zur Nebensache wird und, dass ich dankbar für die Solidarität in Oberösterreich bin.